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Grüne Molfsee laden ein zum Gartenspaziergang der Vielfalt durch Schulensee

Die Vielfalt an naturnahen Lebensräumen zu schützen war und ist ein Kern grüner Politik. Im Land haben wir in dieser zu Ende gehenden Wahlperiode die Biodiversitätsstrategie auf den Weg gebracht. Deren Ziel ist es, die vorhandenen geschützten Lebensräume noch besser zu schützen und darüber hinaus das Biotopverbundsystem zu entwickeln, also Lebensräume miteinander zu vernetzen. Das ist notwendig, denn viele der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in unserem Land sind gefährdet. Es ist weiterhin ein negativer Trend zu beobachten, besonders bei Insekten und bei Arten der Agrarlandschaft.

In unserem wunderschönen Molfsee gibt es noch eine vielfältige Natur mit Seen, mit Feuchtwiesen und Bruchwäldern. Dies macht einen erheblichen Teil der Lebensqualität unserer Gemeinde aus. Auch im besiedelten Bereich gibt es sehr viel Grün. Parks, Wegränder und private Gärten können bei entsprechender Gestaltung ebenfalls Lebensraum für Insekten, Vögel, Kleinsäuger und Wildpflanzen bieten und damit einen Beitrag zum Schutz der Natur leisten.

Im eigenen Garten die Welt retten – das geht sicherlich nicht. Doch wo anfangen, wenn nicht vor der eigenen Haustür? Wir können alle etwas tun und werden dafür reich belohnt durch die wunderbare Vielfalt, die sich einstellt.

Was da so alles möglich ist, möchten wir mit Ihnen diskutieren und anhand von praktischen Beispielen zeigen.

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Gartenspaziergang der Vielfalt durch Schulensee, am

Sonntag, 24. April, 15 Uhr

Start: Vor dem Verwaltungsgebäude, Schulensee, Mielkendorfer Weg 2

Dauer:1,5 bis 2 Stunden

Mit dabei sind:

Laura Catharina Mews, unsere Direktkandidatin des Wahlkreises 9, Rendsburg-Ost

Friederike Evers, ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte der Gemeinde Molfsee

Steffi Harms, Grüne Fraktionsvorsitzende in der Gemeindevertretung Molfsee

 

Grüne Molfsee positionieren sich gegen den Bau der Südspange

Die Südspange, seit langem in Planung, soll laut aktuellem Verkehrswegeplan bis 2023 realisiert werden. In welcher Form bleibt bislang offen, wird sich aber wohl mit dem im Herbst erwarteten DEGES-Gutachten konkretisieren. 

Geplant ist eine 4-spurige Verbindung zwischen B76 und der A21 bei Kiel mit einem direkten Anschluss an die L318 Richtung Molfsee.

Wir Grüne in Molfsee positionieren uns gegen dieses Projekt. Die bisherigen Gutachten haben weder eine Verbesserung des Verkehrsflusses noch eine Verminderung klimaschädlicher Abgase überzeugend nachgewiesen. Mit jedem neuen Straßenbau sind schädliche Auswirkung auf die Natur durch Flächenversiegelung und Störung der Lebensräume von Menschen, Pflanzen und Tieren verbunden.  

Die Beurteilung, dass der Kleingartengürtel in und um Kiel eine Funktion im Biotopverbund hat und die Feststellung, dass durch den Verlust solcher Flächen und jede weitere Zerschneidung bedrohte Arten weiter in ihrem Bestand gefährdet werden, ist keine Meinung, sondern eine Tatsache. Rund die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten in SH sind gefährdet*. Darunter auch viele unscheinbare und Laien völlig unbekannte Insektenarten, die eine oft wichtige Rolle im Biotop spielen. Zum Biotopverbund gehören nicht nur Schutzgebiete und in der Landesplanung als überörtliche Biotopverbundfläche ausgewiesene Gebiete. Und auch eine Bahntrasse ist ein Biotop, also Lebensraum, für bedrohte Arten. Es gibt Arten, die sich genau auf diese Art von Lebensraum spezialisiert haben. Das trifft für Straßen ganz sicher nicht zu.

Auch für die Naherholung und die Liebe zur Natur haben die Kleingärten eine wichtige Funktion und laden nicht nur die Pächter zum Spazierengehen ein.

Der bis 2050 geplante Bau des Ostrings II, welcher den bislang prognostizierten steigenden Schwerlastverkehr vom Ostuferhafen Richtung A7 ermöglichen soll und als Anbindung sowohl an die B76 als auch an die Südspange gedacht ist, würde einen Teil des LKW-Verkehrs nicht mehr über den Theodor-Heuss-Ring abzuführen, sondern über die L318 durch Molfsee Richtung A7 bei Blumenthal. Ein deutlicher Zuwachs an Schwerlastverkehr durch Molfsee Dorf stünde zu befürchten.

Unsere Grüne Verkehrspolitik muss an dieser Stelle ansetzen und hin auf eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene abzielen. Sollte dies gelingen, wäre auch der Bau der Südspange überflüssig, da diese nur im Zusammenhang mit dem Ostring II im Sinne konservativer Verkehrspolitik Sinn macht.

Den aktuellen Bundesverkehrswegeplan auch an dieser Stelle auf den Prüfstand zu stellen, kann nur mit grüner Regierungsbeteiligung funktionieren. Aus diesem Grunde ist es für uns Molfsee so wichtig, bei der Bundestagswahl ein starkes grünes Zeichen zu setzen.

Weiter Informationen zum Thema Südspange findet ihr hier: 

https://www.bvwp-projekte.de/strasse/B202-G20-SH/B202-G20-SH.html

https://www.nabu-kiel.de/umwelt-stadtplanung/kieler-luft-verkehrsplanung/kielers%C3%BCdspange/

https://www.bielenbergkoppel.de/suedspange-fragen.html

Amtsantritt

Die Fraktionsvorsitzende von B90/Die Grünen Nicole Lorentzen hat Bürgermeister Timo Boss zum Amtsantritt am 1. April 2021 eine laute grüne Fahrradklingel überreicht. Die Klingel steht einerseits für Klimaschutz und den dringend benötigten Radwegeausbau, andererseits für die benötigte Aufmerksamkeit. Diese Aufmerksamkeit brauchen viele bisher in Molfsee vernachlässigte Themen. Die Grünen setzen hier auf den neuen Bürgermeister, um Molfsee zukunftsgerichtet aufzustellen.

Neuwahl Fraktionsvorstand

Bei Bündnis 90/Die Grünen ist es gute Tradition, in der Mitte der Wahlperiode den Fraktionsvorsitz neu zu wählen. Bei der Fraktionssitzung der Molfseer Grünen am vergangenen Donnerstag stand eben dies auf der Tagesordnung. Von der bisherigen Fraktionsspitze trat Dr. Martin Lätzel nicht zur Wiederwahl an. Nicole Lorentzen stand für die Fortsetzung ihrer Arbeit zur Verfügung. Neu bewarb sich Steffi Harms, die bei der Kommunalwahl 2018 überraschend ein Direktmandat in Schulensee für die Grünen erringen konnte. Beide Kandidatinnen wurden einstimmig von der Fraktion gewählt. Sie freuen sich über den klaren Auftrag. Die Fraktion bedankt sich bei Martin Lätzel für die geleistete Arbeit als Fraktionsvorsitzender. Den wesentlichen Erfolg der ersten Hälfte der Wahlperiode sieht die Fraktion in dem engagiert geführten Wahlkampf um den Bürgermeister, der mit dem guten Wahlergebnis von Timo Boss von Erfolg gekrönt war. Mit der zweiten Hälfte der Wahlperiode beginnt für die Grünen mit dem Amtsantritt von Timo Boss eine neue Dekade. „Von den Newcomern werden wir jetzt zur gestaltenden Fraktion. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit in der Gemeindevertretung mit allen Fraktionen,“ sagt Nicole Lorentzen. „Und wir freuen uns auf den frischen Wind in der Verwaltung“ ergänzt Steffi Harms.